Warum (digitale) Barrierefreiheit Unternehmen aktiv beschäftigen sollte
Digitale Produkte sind heute zentrale Arbeitsmittel. Sie steuern Prozesse, dokumentieren Verantwortung und schaffen Transparenz. Werden Menschen dabei ausgeschlossen, entsteht ein Problem. Stellen Sie sich vor, Sie müssten Ihre tägliche Arbeit ohne Maus erledigen. Oder ohne zu sehen, was auf dem Bildschirm passiert. Oder ohne zu erkennen, ob ein Button aktiv oder deaktiviert ist.
Barrierefreiheit bedeutet in diesem Falle, digitale Angebote so zu gestalten, dass möglichst viele Menschen sie selbstständig, sicher und effizient nutzen können. Davon profitieren neben Menschen mit Behinderungen auch:
- Personen in Stresssituationen
- Menschen mit temporären Einschränkungen
- ältere Mitarbeitende
- Personen mit Bedarf an sprachlicher Vereinfachung oder klarer Übersetzung
- alle, die Wert auf klare Strukturen und einfache Bedienung legen
Kurz gesagt: Barrierefreiheit ist gute Benutzerfreundlichkeit.
Barrierefreiheit als konkretes Thema bei uns
Bei uns ist Barrierefreiheit kein theoretisches Konzept. Sie begegnet uns ganz konkret im Arbeitsalltag. Wir haben eigene Mitarbeitende, die auf barrierefreie Lösungen angewiesen sind. Dadurch sind viele von uns unmittelbar im Arbeitsalltag bereits mit den Herausforderungen konfrontiert worden, die fehlende Barrierefreiheit mit sich bringt. Diese Perspektive hat unser Bewusstsein geschärft: Barrierefreiheit beginnt im täglichen Arbeiten miteinander. Ein sichtbares Zeichen dafür sind zum Beispiel die Büronamen in Blindenschrift an unseren Türen. Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung und ein klares Signal: Barrierefreiheit gehört für uns dazu.
Unser Workshop: Barrierefreiheit in UI/UX und Web
Um das Thema gezielt weiterzuentwickeln, haben wir vor Kurzem einen Workshop zum Thema Barrierefreiheit in UI/UX durchgeführt. Der Fokus lag auf unserer HSE-Management Software eplas sowie auf unserer Website. Begleitet wurden wir dabei von einem externen Experten für digitale Barrierefreiheit, der Unternehmen bei der Umsetzung berät. Ziel des Workshops war es, Verständnis zu schaffen, Werkzeuge kennenzulernen und selbst zu erleben, worauf es ankommt.
Sehen, hören, erleben: Barrieren selbst erfahren
Ein besonders wertvoller Teil des Workshops war daher der praktische Abschnitt. Der Experte zeigte uns verschiedene Hilfsmittel, wie zum Beispiel Screenreader, Kontrast- und Farbtests oder Tools zur Tastaturnavigation. Viele von uns haben dabei zum ersten Mal erlebt, wie sich digitale Inhalte anfühlen, wenn man sie nicht sehen, nicht hören oder nicht mit der Maus bedienen kann. Schnell wurde klar: Was für uns selbstverständlich ist, kann für andere eine echte Hürde sein. Diese Perspektivwechsel waren entscheidend, denn Barrierefreiheit muss erlebt werden, um wirklich nachvollziehen zu können, worauf es ankommt.
Gesetzliche Grundlagen und internationale Standards
Neben der Praxis ging es im Workshop auch um die rechtlichen und normativen Rahmenbedingungen. Denn Barrierefreiheit ist eine gesetzliche Verpflichtung für viele Unternehmen in Deutschland. Ein zentraler Bezugspunkt ist dabei der international anerkannte Standard WCAG 2.2 (Web Content Accessibility Guidelines). Er definiert Anforderungen für barrierefreie Webinhalte und bildet die Grundlage für viele gesetzliche Vorgaben.
Dabei geht es unter anderem um:
- verständliche und klare Texte
- ausreichende Farbkontraste
- Alternativtexte für Bilder
- eine logische Struktur durch Überschriften
- klare Navigation
- den Einsatz semantischer HTML-Strukturelemente
- technische Anforderungen für assistive Technologien
All das klingt zunächst sehr technisch, hat aber einen direkten Einfluss auf die Nutzerfreundlichkeit.
Unser Leitsatz als Maßstab für Barrierefreiheit und Benutzerfreundlichkeit
Neben dem Arbeitsalltag leben wir unseren Leitsatz „Wir schaffen gemeinsam Sicherheit für einen verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Umwelt.“ auch bei der Entwicklung unserer Software. Barrierefreiheit ist für uns ein Teil dieser Verantwortung. Sie sorgt dafür, dass Informationen zugänglich sind, Prozesse verständlich bleiben und niemand sich ausgeschlossen fühlt. Gemeinsam Sicherheit zu schaffen, heißt auch, digitale Barrieren abzubauen. Weil klare Strukturen, verständliche Sprache und gut lesbare Inhalte unabhängig von Einschränkungen allen Nutzenden helfen. Gerade im Bereich HSE-Management, wo es um Sicherheit, Verantwortung und Verlässlichkeit geht, ist das entscheidend. Der Workshop war ein wichtiger Schritt dafür. Weitere werden folgen.
Also: Nicht alle klicken gleich. Gute HSE-Software berücksichtigt das.
Sie legen Wert auf (rechts)sichere, verständliche und zugängliche HSE-Prozesse? Dann lernen Sie eplas kennen!