Brandschutz im Unternehmen: Wissen Sie im Brandfall wirklich, was zu tun ist?

Wie schnell aus einem einzelnen Gebäudebrand eine Gefahr für die unmittelbare Umgebung werden kann, hat sich Ende Juli in Lauterbach gezeigt. In der historischen Altstadt griff ein Feuer auf mehrere benachbarte Fachwerkhäuser über. Die genaue Brandursache war zunächst noch Gegenstand der Ermittlungen; geprüft wurde unter anderem ein technischer Defekt. Dieser Fall aus unserer Region zeigt zugleich, wie alltäglich mögliche Brandursachen sein können. Nach der aktuellen Brandursachenstatistik des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung ist Elektrizität die häufigste Ursache der dort untersuchten Gebäudebrände. Auch menschliches Fehlverhalten und Überhitzung spielen eine wesentliche Rolle. Ein Brand muss also weder außergewöhnlich beginnen noch im eigenen Gebäude entstehen, um innerhalb kurzer Zeit zur ernsten Gefahr zu werden.
Umso wichtiger ist es, im Ernstfall nicht erst nach Antworten suchen zu müssen: Wo befindet sich der nächste Feuerlöscher? Welchen Fluchtweg würden Sie nehmen? Wo ist der Sammelplatz und wissen alle Beschäftigten überhaupt, wie sie sich im Brandfall richtig verhalten?
 

Verhalten im Brandfall: Wenn aus Wissen Handlungssicherheit werden muss

Ein Brand entwickelt sich schnell. Gleichzeitig ist die Situation für die meisten Menschen alles andere als alltäglich. Umso wichtiger ist es, die grundlegenden Verhaltensregeln im Brandfall sicher zu kennen. Dazu gehört, einen Brand umgehend zu melden und gefährdete Personen zu warnen. Der Notruf erfolgt über die 112. Beim Verlassen des Gebäudes sind die gekennzeichneten Flucht- und Rettungswege zu nutzen; Aufzüge dürfen im Brandfall nicht verwendet werden. Nach der Evakuierung geht es zum vorgesehenen Sammelplatz. Ein Löschversuch kommt nur bei einem Entstehungsbrand infrage – und nur dann, wenn dabei keine Eigengefährdung entsteht.

Das klingt zunächst selbstverständlich. Doch zwischen „Das habe ich schon einmal gehört“ und „Ich weiß auch unter Stress, was zu tun ist“ liegt ein entscheidender Unterschied. Deshalb sind regelmäßige Brandschutzunterweisungen im Unternehmen so wichtig, ggf. auch häufiger als gesetzlich vorgeschrieben.

 

Brandschutzhelfer und Unterweisungen: Wer muss was wissen?

Alle Beschäftigten sollten über die für ihren Arbeitsplatz relevanten Gefahren, Fluchtwege und Verhaltensregeln informiert sein. Zusätzlich benötigen Unternehmen eine ausreichende Zahl ausgebildeter Brandschutzhelferinnen und Brandschutzhelfer. Bei normaler Brandgefährdung gelten in der Regel fünf Prozent der Beschäftigten als ausreichend. Abhängig von der betrieblichen Situation, der Anzahl anwesender Personen oder besonderen Gefährdungen kann jedoch ein höherer Anteil erforderlich sein.

Für Unternehmen entsteht damit schnell eine organisatorische Herausforderung: Wer benötigt welche Unterweisung? Wer ist als Brandschutzhelfer qualifiziert? Wann ist eine Auffrischung notwendig? Und welche Schulungsinhalte sind für unterschiedliche Tätigkeiten und Rollen relevant? Je größer und vielfältiger eine Organisation ist, desto schwieriger wird es, diese Informationen dauerhaft transparent und aktuell zu halten.

 

Digitales Unterweisungsmanagement schafft Transparenz

Ein strukturiertes Unterweisungsmanagement kann dabei unterstützen, Brandschutz und weitere HSE-Themen zuverlässig in den Arbeitsalltag zu integrieren. Mit unserer HSE-Management Software eplas lassen sich Schulungen und Unterweisungen beispielsweise abhängig von Tätigkeit, Rolle oder Beschäftigtengruppe zuweisen. So erhalten Mitarbeitende gezielt die Inhalte, die für ihren jeweiligen Einsatzbereich relevant sind. An anstehende Schulungen kann automatisch erinnert und die Teilnahme inklusive Verständnisprüfung nachvollziehbar dokumentiert werden. Außerdem kann eplas anzeigen, wann Weiterbildungs- oder Auffrischungsmaßnahmen sinnvoll sind oder verpflichtend anstehen.

Aus einzelnen Brandschutzunterweisungen entsteht dadurch ein nachvollziehbarer Prozess – und aus der Frage „Sind eigentlich alle auf dem aktuellen Stand?“ eine Frage, die sich jederzeit zuverlässig beantworten lässt.

 

Ausbildung zum Brandschutzhelfer: HSE-Seminar am 8. und 9. September 2026

Wer das Thema Arbeitssicherheit und Brandschutz praktisch vertiefen möchte, hat dazu schon bald Gelegenheit: Am 8. und 9. September 2026 findet in der blöcher academy die Ausbildung zum Sicherheitsbeauftragten in Kombination mit Brandschutzhelfer statt. Neben den Grundlagen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes stehen unter anderem Brandschutz, Brandklassen und Feuerlöscher auf dem Programm. Zum Abschluss gehören eine praktische Feuerlöschübung und die Einweisung in Handfeuerlöscher dazu.

Anmeldeschluss ist der 25. August 2026. Zur Anmeldung geht’s hier: https://www.bloecher.net/termine/detail/ausbildung-zum-sicherheitsbeauftragten-in-kombination-mit-brandschutzhelfer/08-09-2026/ 

Und keine Sorge: Falls Sie an diesem Termin verhindert sind, findet die Ausbildung am 4. und 5. November erneut statt: https://www.bloecher.net/termine/detail/ausbildung-zum-sicherheitsbeauftragten-in-kombination-mit-brandschutzhelfer/04-11-2026/

 

Brandschutzunterweisungen und Ausbildungsstatus mit eplas organisieren

Seien Sie ehrlich zu sich selbst: Wie gut sind Brandschutzunterweisungen, Rollen und Ausbildungsstatus in Ihrem Unternehmen heute organisiert? Wissen alle Ihre Beschäftigten, wie sie sich im Brandfall zu verhalten haben?

Wenn Sie sehen möchten, wie sich sicherheitsrelevante Unterweisungen, Ausbildungsstatus, Erinnerungen und Nachweise mit eplas strukturiert zusammenführen lassen, fordern Sie eine unverbindliche Demo von eplas an. Gemeinsam schauen wir, wie sich Ihre bestehenden HSE- und Schulungsprozesse sinnvoll digital unterstützen lassen.

 


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Von der Wissensvermittlung mit Blended Learning, dem Erstellen von Gefährdungsbeurteilungen über die Erfassung und das Management von Gefahrstoffen, Anlagen und Betriebsmitteln unterstützt eplas Sie bei der täglichen Arbeit – einfach, intuitiv und zuverlässig. Mit eplas nutzen Sie eine Software, deren Prozesse den Anforderungen der Arbeitsschutznorm ISO 45001 vollkommen entsprechen.